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Nicht börsennotiertes Unternehmen

Aktualisiert am
04
Von
Salma Moumen
Ein nicht börsennotiertes Unternehmen ist eine Gesellschaft, deren Aktien nicht an einer regulierten oder organisierten Börse gehandelt werden.
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Nicht börsennotierte Unternehmen machen weltweit den überwiegenden Teil aller Unternehmen aus. Sie spielen eine zentrale Rolle in der Wirtschaft und bilden das Hauptanlageuniversum von Private Equity.

Was ist der Unterschied zwischen einem börsennotierten und einem nicht börsennotierten Unternehmen?

Der Hauptunterschied liegt im Zugang zu Kapital und in der Art und Weise, wie Aktien gehandelt werden.

Börsennotiertes Unternehmen

Aktien werden an der Börse gehandelt, und ihr Kurs ändert sich ständig je nach Angebot und Nachfrage.

Anleger können ihre Wertpapiere in der Regel schnell kaufen oder verkaufen.

Nicht börsennotierte Unternehmen und Private Equity

Nicht börsennotierte Unternehmen bilden das Hauptanlageuniversum von Private Equity. Sie ermöglichen Anlegern den Zugang zu Unternehmen, die sich außerhalb der traditionellen Börsenmärkte entwickeln. Diese Unternehmen können sich in verschiedenen Wachstumsphasen befinden – von innovativen Start-ups bis hin zu nicht börsennotierten internationalen Konzernen – und bieten ein direktes Engagement in der Realwirtschaft.
Anlagen sind mit dem Risiko eines Kapitalverlusts verbunden.

Nicht börsennotiertes Unternehmen

Das Kapital befindet sich im Besitz einer begrenzten Anzahl von Aktionären.

Die Aktien sind nicht frei an einer organisierten Börse handelbar, und Kauf- oder Verkaufsgeschäfte erfordern in der Regel private Verhandlungen.

Warum bleibt ein Unternehmen nicht börsennotiert?

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung sind nicht alle Unternehmen dazu bestimmt, an die Börse zu gehen.

Für diese Entscheidung gibt es mehrere Gründe.

Die Unabhängigkeit bewahren

Die Führungskräfte und langjährigen Aktionäre möchten möglicherweise weiterhin einen engen Einfluss auf die Unternehmensstrategie behalten.

Eine langfristige Perspektive einnehmen

Da das Unternehmen nicht an der Börse notiert ist, kann es sich oft ganz auf seine Entwicklung konzentrieren, ohne den täglichen Schwankungen der Finanzmärkte ausgesetzt zu sein.

Bestimmte regulatorische Auflagen abbauen

Börsennotierte Unternehmen unterliegen besonders strengen Offenlegungspflichten.

Wachstum auf andere Weise finanzieren

Unternehmen können Kapital von Private-Equity-Fonds, institutionellen Anlegern oder strategischen Partnern beschaffen, ohne auf die Börsen zurückgreifen zu müssen.

Die Entscheidung, nicht an der Börse notiert zu bleiben

In den letzten Jahrzehnten haben sich viele Unternehmen dafür entschieden, länger als früher in Privatbesitz zu bleiben. So haben einige Technologieunternehmen eine Bewertung von mehreren Milliarden Dollar erreicht, bevor sie einen Börsengang in Betracht zogen. Diese Entwicklung hat maßgeblich zum Wachstum des Private-Equity-Sektors und zur zunehmenden Bedeutung der privaten Märkte bei der Finanzierung der Weltwirtschaft beigetragen.
Quelle: McKinsey Global Private Markets Report, Invest Europe.

Wie finanzieren sich nicht börsennotierte Unternehmen?

Nicht börsennotierte Unternehmen verfügen über mehrere Finanzierungsquellen.

Eigenfinanzierung

Die aus der Geschäftstätigkeit erzielten Gewinne können in die Weiterentwicklung des Unternehmens reinvestiert werden.

Bankfinanzierung

Banken können Kredite zur Finanzierung von Investitionen oder zur Förderung des Wachstums vergeben.

Private-Equity-Investoren

Private-Equity-Fonds stellen Kapital bereit, um die Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen.

Risikokapital

Innovative Start-ups können Kapital von auf Risikokapital spezialisierten Investoren beschaffen.

Warum sind nicht börsennotierte Unternehmen für Investoren interessant?

Nicht börsennotierte Unternehmen tragen wesentlich zur Schaffung von wirtschaftlichem Wert bei.

Ein Engagement in der Realwirtschaft

Diese Unternehmen sind in verschiedenen Branchen tätig: Technologie, Gesundheitswesen, Industrie, Dienstleistungen oder Konsumgüter.

Wachstumschancen

Viele Unternehmen bleiben während eines Großteils ihrer Entwicklung nicht börsennotiert.

Aktive Unterstützung

Investoren können zur Strategie, zur Unternehmensführung und zur operativen Entwicklung der Unternehmen beitragen.

Nicht börsennotierte Unternehmen und Private Equity

Bei Private Equity geht es genau darum, in nicht börsennotierte Unternehmen zu investieren.

Private-Equity-Fonds engagieren sich in verschiedenen Entwicklungsphasen:

Risikokapital

Finanzierung von Start-ups und innovativen Unternehmen.

Wachstumskapital

Unterstützung von wachstumsstarken Unternehmen.

buyout

Investitionen in etablierte Unternehmen, um deren Wachstum zu beschleunigen oder deren Nachfolge zu regeln.

Die Welt der nicht börsennotierten Unternehmen bildet somit das Herzstück des Private-Equity-Marktes.

Wie bewertet man ein nicht börsennotiertes Unternehmen?

Im Gegensatz zu börsennotierten Unternehmen gibt es keinen ständig beobachtbaren Marktpreis.

Anleger wenden verschiedene Bewertungsmethoden an:

Marktmultiplikatoren

Vergleich mit ähnlichen börsennotierten oder kürzlich übernommenen Unternehmen.

DCF-Methode

Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows.

Vergleichbare Transaktionen

Analyse der Bewertungen, die bei jüngsten Transaktionen in derselben Branche festgestellt wurden.

Mit diesen Methoden lässt sich der beizulegende Zeitwert des Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt schätzen.

Welche Risiken sind mit nicht börsennotierten Unternehmen verbunden?

Risiko des Kapitalverlusts

Wie bei jeder Anlage kann der Wert eines nicht börsennotierten Unternehmens sowohl steigen als auch fallen.

Liquiditätsrisiko

Der Verkauf von Beteiligungen ist in der Regel komplexer als an den börsennotierten Märkten.

Operatives Risiko

Die Leistungsfähigkeit hängt unmittelbar davon ab, inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, seine Entwicklungsstrategie umzusetzen.

Nicht börsennotierte Unternehmen und die Weltwirtschaft

Die Bedeutung nicht börsennotierter Unternehmen hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen.

Viele Unternehmen entscheiden sich heute dafür, länger als früher in Privatbesitz zu bleiben.

Manche Unternehmen erreichen eine Bewertung von mehreren Milliarden Euro, noch bevor sie einen Börsengang in Betracht ziehen.

Diese Entwicklung erklärt zum Teil das rasante Wachstum von Private Equity und den privaten Märkten weltweit.

Entwicklung nicht börsennotierter Unternehmen im Investmentbereich

Vor den 1980er Jahren

Börsennotierte Märkte nehmen im Anlageuniversum eine dominierende Stellung ein.

1980er–2000er Jahre

Die Entwicklung des Private-Equity-Marktes weckt bei Investoren zunehmend das Interesse an nicht börsennotierten Unternehmen.

Heute

Private Märkte stellen einen wesentlichen Bestandteil der Wirtschaftsfinanzierung dar und ziehen eine wachsende Zahl institutioneller und vermögender Anleger an.

FAQ

Was ist ein nicht börsennotiertes Unternehmen?

Ein nicht börsennotiertes Unternehmen ist eine Gesellschaft, deren Aktien nicht an einer Börse gehandelt werden.

Kann man in nicht börsennotierte Unternehmen investieren?

Ja. Anleger können direkt oder indirekt über Private-Equity-Fonds und andere spezialisierte Anlageinstrumente in diese investieren.

Warum sind nicht börsennotierte Unternehmen für Private-Equity-Fonds attraktiv?

Weil sie Möglichkeiten zur Begleitung, zum Wachstum und zur langfristigen Wertschöpfung bieten.

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Warnhinweis: Investitionen sind mit dem Risiko eines Kapitalverlusts verbunden. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt keine Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung zu. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen weder eine Anlageberatung noch eine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments dar.

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