Interview – Fredrik Näslund – Partner, Chief Investment Process Officer, Leiter des Bereichs Technologie & Zahlungsverkehr – Nordic Capital
Zusammenfassung
In diesem Interview Nordic Capital Fredrik Näslund von Nordic Capital die Zukunft des Private-Equity-Sektors und die Veränderungen, die die Branche nach mehreren Jahren der Volatilität neu definieren. Seiner Ansicht nach befindet sich der Private-Equity-Sektor nicht am Ende eines Zyklus, sondern tritt nach den Exzessen der Jahre 2020 bis 2022 in eine rationalere Phase ein. Das Modell der privaten Beteiligungen eignet sich nach wie vor besonders gut für kleine und mittlere Unternehmen, da es schnelle Entscheidungen, langfristige Investitionen und Unabhängigkeit von Quartalsergebnissen ermöglicht.Nordic Capital die Bedeutung der Qualität der Vermögenswerte. Solide Unternehmen, die gegenüber Konjunkturzyklen und geopolitischen Schocks widerstandsfähig sind, werden weiterhin strategische Käufer anziehen. Umgekehrt sind Strategien, die ausschließlich auf Hebelwirkung oder dem Zusammenstellen wenig kohärenter Vermögenswerte beruhen, weniger geeignet für ein Umfeld, in dem Kapital wieder Kosten verursacht. Das Interview unterstreicht zudem die wachsende Rolle von Branchenexpertise. Für Nordic Capital bleibt die Spezialisierung auf wenige Sektoren wie Gesundheit, Technologie und Software ein entscheidender Leistungsfaktor. Dieser Ansatz ermöglicht es, Chancen besser zu identifizieren, die Portfoliounternehmen zu begleiten und erfolgreiche Exits zu erzielen. Künstliche Intelligenz wird als neuer Leistungshebel dargestellt, zunächst hinsichtlich der internen Effizienz von Unternehmen, insbesondere in den Bereichen F&E, Berichterstattung, Personalwesen und Markteinführung. Langfristig könnte agentische KI auch neue Produkte schaffen und mehr Umsatz für Endkunden generieren.Schließlich geht Fredrik Näslund davon aus, dass sich Private Equity weiterhin für private Anleger öffnen wird, auch wenn diese Entwicklung Aufklärung über Illiquidität und den langfristigen Horizont erfordern wird. Die besten Manager dürften weiterhin diejenigen sein, die Spezialisierung, operative Kompetenz, Anlagedisziplin und eine hohe Ausführungsqualität vereinen.









