Interview mit Briac Houtteville, Geschäftsführer – Future Standard
Zusammenfassung
In diesem Interview beleuchtet Briac Houtteville, europäischer Leiter des Sekundärgeschäfts bei Future Standard, den Aufschwung der Evergreen-Fonds im Private-Equity-Bereich. Diese Strukturen erfreuen sich wachsender Nachfrage, da sie Private Equity zugänglicher machen: niedrigere Einstiegsschwellen, regelmäßige Zeichnungen, periodische Liquidität und kontinuierliche Reinvestition des Kapitals. Sie sprechen auch bestimmte institutionelle Anleger an, insbesondere um deren Liquidität zu optimieren und ihre Vermögenswerte besser auf ihre langfristigen Verpflichtungen abzustimmen. Briac Houtteville betont jedoch, dass Evergreen-Fonds komplex zu verwalten sind. Ihre periodische Liquidität erfordert ein striktes Management von Cashflows, Berichterstattung, Onboarding und Rückzahlungsanforderungen. In diesem Zusammenhang spielt der Sekundärmarkt eine Schlüsselrolle: Er ermöglicht Investitionen in bereits bestehende, ausgereiftere Portfolios, die einen besseren Überblick über die Vermögenswerte, Bewertungen und künftigen Ausschüttungen bieten. Das aktuelle Umfeld macht den Sekundärmarkt besonders attraktiv. Der Rückgang der Ausschüttungen im Private-Equity-Bereich veranlasst viele institutionelle Anleger, nach Liquidität zu suchen, was den Sekundärmarkt zu einem zentralen Instrument des Portfoliomanagements macht. Laut Briac Houtteville dürfte dieser Markt in den kommenden Jahren weiter stark wachsen, insbesondere dank Evergreen-Lösungen. Er weist schließlich darauf hin, dass die Rendite des Sekundärmarkts nicht nur aus Kaufabschlägen resultiert. Die eigentliche Wertschöpfung beruht vor allem auf der Auswahl der besten Fonds, der besten Vermögenswerte und der richtigen Jahrgänge.
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