Interview mit Saniya Jamil, Senior Director bei Thoma Bravo (aus BFM Business vom 30.10.)
Zusammenfassung
In diesem Vortrag stellt Saniya Jamil Thoma Bravo vor, einen der weltweit führenden Spezialisten für Private Equity im Softwarebereich. Das Unternehmen konzentriert seine Strategie auf geschäftskritische Software, insbesondere auf B2B-SaaS-Anbieter, wobei es auf Mehrheitsbeteiligungen setzt und eine starke Interessenübereinstimmung mit den Führungsteams anstrebt.Thoma Bravo richtet sich an innovative Unternehmen, die in ihrem Markt führend sind, deren Rentabilitätspotenzial jedoch noch nicht voll ausgeschöpft ist. Ziel ist es, ihre Rentabilität dank fundierter Branchenexpertise und bewährter operativer Methoden deutlich zu steigern, ohne dabei ihr Wachstum zu beeinträchtigen. Der B2B-Softwaremarkt wird als stark expandierender Sektor dargestellt, der von der digitalen Transformation, der Cloud, künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit angetrieben wird. Das SaaS-Modell erhöht die Attraktivität dieser Unternehmen durch wiederkehrende Umsätze, eine bessere vertragliche Transparenz und geringere Anfangskosten für die Kunden.Softwarehersteller üben aufgrund ihrer Fundamentaldaten eine starke Anziehungskraft auf Investoren aus: hohes Wachstum, hohe Bruttomargen, stabile Umsätze und zahlreiche Hebel für operative Verbesserungen. Diese Kombination macht den Sektor besonders geeignet für Private-Equity-Investitionen. Saniya Jamil hebt zudem das wachsende Interesse der Industrieunternehmen an Softwarefirmen hervor. Zahlreiche Unternehmen versuchen, ihr Wachstum, ihre Umsatzqualität und ihre digitale Ausrichtung durch strategische Akquisitionen zu stärken. Die Beispiele von Adenza, das an Nasdaq verkauft wurde, und Imperva, das an Thalès verkauft wurde, veranschaulichen diese Dynamik. Schließlich stützt sich Thoma Bravo auf einen diversifizierten institutionellen Investorenstamm, der sich insbesondere aus Pensionskassen, Versicherungsgesellschaften, Staatsfonds und Family Offices zusammensetzt.









