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Private Equity verstehen

Die Softwarebranche in Private Equity

Veröffentlicht am
2025
705

Zusammenfassung

Analyse der Rolle von Softwareherstellern in Private-Equity-Strategien.

Schriftliche Transkription

Louis Flamand: In diesem Video werde ich Ihnen von einem Sektor erzählen, der im Private-Equity-Bereich eine zentrale Rolle eingenommen hat: der Softwarebranche. Warum übt sie eine so große Anziehungskraft auf Investoren aus? Was sind ihre besonderen Merkmale und warum sind Softwarehersteller so profitabel? Historisch gesehen war die Softwarebranche ein Bereich, der Venture-Capital-Fonds vorbehalten war. In den 80er und 90er Jahren waren Softwarehersteller risikoreiche Unternehmen mit hohem F&E-Aufwand, langen Entwicklungszyklen und ungewisser Rentabilität. Damals basierte das Geschäftsmodell auf dem Verkauf von unbefristeten Lizenzen, was zu unregelmäßigen und unvorhersehbaren Einnahmen führte. Um ein Mindestmaß an Wiederkehr zu gewährleisten, berechneten die Anbieter Wartungsgebühren. Dies reichte jedoch nicht aus, um LBO zu überzeugen, LBO nach Unternehmen mit stabilen Cashflows suchten. Ab den 2010er Jahren hat dann das SaaS-Modell („Software as a Service“) die Branche grundlegend verändert. Anstatt Software einmalig zu verkaufen, führten die Anbieter ein Abonnementmodell ein, das wiederkehrende, vorhersehbare und damit für Buy-out-Investoren weitaus attraktivere Einnahmen ermöglichte. Gleichzeitig erleichterte der Aufstieg der Cloud den Vertrieb von SaaS-Software und beschleunigte deren Einführung in Unternehmen jeder Größe. Heute ist dieses Modell marktbeherrschend, was die Softwarebranche für Private-Equity-Fonds unverzichtbar gemacht hat. Software verfügt über mehrere Vorteile, die sie zu einem der rentabelsten und widerstandsfähigsten Sektoren machen.

Louis Flamand: Zunächst einmal handelt es sich um missionskritische Werkzeuge, die für Unternehmen unverzichtbar sind, sei es für das Finanzmanagement, die Personalverwaltung, die Cybersicherheit oder die Lieferkette. Diese Lösungen sind tief in die Geschäftsprozesse integriert. Sie zu ersetzen ist teuer und riskant, weshalb die Kunden treu bleiben. Die Abmelde- oder Abwanderungsrate (Churn) liegt oft unter 5 %. Zweitens ist die Rentabilität von Softwareanbietern außergewöhnlich hoch. Warum ist das so? Weil nach der Entwicklung einer Software das Hinzufügen neuer Kunden fast keine zusätzlichen Kosten verursacht. Das Produkt ist bereits entworfen, getestet und bereit, über die Cloud eingesetzt zu werden, ohne logistische Einschränkungen oder Produktionskosten. Diese Fähigkeit zu wachsen, ohne die Kosten wesentlich zu erhöhen, ermöglicht es den besten Softwareherstellern, EBITDA-Margen von 30 % bis 40 % zu erreichen, ein Niveau, das in anderen Branchen sehr selten ist. Darüber hinaus sind Softwarehersteller nicht nur auf die Akquisition neuer Kunden angewiesen, um zu wachsen. Sie verfügen über starke Hebel zur Monetarisierung ihres bestehenden Kundenstamms, insbesondere den Upsell, bei dem an bestehende Kunden erweiterte Versionen eines Produkts verkauft werden. Cross-Selling, bei dem ergänzende Lösungen verkauft werden, z. B. die Kombination eines Moduls für die Personalverwaltung mit einer Software für die Finanzverwaltung. Diese Strategien steigern den Wert pro Kunde, ohne zusätzliche Akquisitionskosten zu verursachen, und verbessern die Rentabilität erheblich. Schließlich verfügen die Softwarehersteller über eine erhebliche Preismacht. Die Abonnementgebühren sind im Vergleich zum Wert, den sie den Unternehmen bringen, immer noch relativ niedrig.

Louis Flamand: Außerdem rechtfertigt er durch das regelmäßige Hinzufügen neuer Funktionen progressive Preiserhöhungen. Anders als man meinen könnte, ist der Übergang zu SaaS und der Cloud noch lange nicht abgeschlossen. Heute werden nur 36% der Workloads von Unternehmen in der Cloud gehostet. Eine Zahl, die bis 2026 auf 53% ansteigen soll. Diese allmähliche Annahme lässt noch ein enormes Wachstumspotenzial für SaaS-Anbieter und ihre Investoren.

Louis Flamand: [00:04:08] Ein weiterer Wachstumstreiber ist die Modernisierung der IT-Infrastruktur. Viele Unternehmen arbeiten immer noch mit veralteter, oftmals schlecht optimierter Software, was zu technologischen Schulden in Höhe von schätzungsweise 1 Billion US-Dollar führt. Künstliche Intelligenz und Automatisierung werden eine Schlüsselrolle bei der Modernisierung dieser Systeme spielen und damit der Branche neue Wachstumsmöglichkeiten eröffnen. KI wird oft als Bedrohung für bestimmte Branchen gesehen, doch in der Softwarebranche stellt sie in erster Linie eine Chance dar. Die Anbieter, die am meisten von KI profitieren werden, sind diejenigen, die über einen privilegierten Zugang zu proprietären Daten verfügen. KI funktioniert nicht allein. Sie braucht strukturierte Daten, um effektiv zu sein. Systems of Records, jene Software, die kritische Daten zentralisiert, wie ERP oder CRM, sind daher besonders gut positioniert. KI wird die Leistung der Software optimieren, indem sie die Datenanalyse verbessert, bestimmte Aufgaben automatisiert und die Kosten für den Kundensupport senkt. Die erwarteten Produktivitätssteigerungen sind signifikant.

Louis Flamand: Studien zufolge erwartet der Markt, dass die EBITDA-Margen dank KI um 5 bis 12 Prozentpunkte steigen werden, insbesondere durch die Optimierung von Vertrieb, F&E und Kundenservice. Ein letzter wichtiger Punkt betrifft die Bewertungen. Die besten Softwarehersteller waren schon immer teuer. Ihre Rentabilität, ihr Wachstum und ihre Widerstandsfähigkeit rechtfertigen diese hohen Bewertungsniveaus. Das bedeutet aber auch, dass es entscheidend ist, an der Seite von Fonds zu investieren, die auf die Branche spezialisiert sind und die unterscheiden können, was einen hohen Preis rechtfertigt und was einfach nur überbewertet ist. Spezialisierte Fonds haben einen echten Wettbewerbsvorteil. Sie verfügen über ein umfassendes Branchenwissen und wissen, wo die besten Chancen zu finden sind. Sie haben einen privilegierten Zugang zu den Unternehmen, da die Gründer und Manager oft lieber mit Spezialisten als mit allgemeinen Fonds zusammenarbeiten. Sie verfügen über bewährte Methoden, ein Playbook, um diese Unternehmen umzuwandeln und ihren Wert zu maximieren, insbesondere über Strategien für externes Wachstum, Geschäftsoptimierung und Datenmonetarisierung. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Softwaresektor heute einer der attraktivsten Sektoren für Private Equity ist. Er vereint strukturelles und starkes Wachstum, Rentabilität und Widerstandsfähigkeit. Der Übergang zur Cloud und zur KI wird die Innovation und Wertschöpfung in diesem Sektor weiter beschleunigen. Und um diese Chancen zu nutzen, ist es entscheidend, sich mit den besten spezialisierten Fonds zusammenzuschließen, die in der Lage sind, qualitativ hochwertige Akteure zu identifizieren und ihr Potenzial zu maximieren.

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