Ausblick auf Private Equity und buyout 2025
Zusammenfassung
Das Jahr 2024 markiert eine deutliche Erholung des buyout einer von Unsicherheit geprägten Phase im Jahr 2023. Die Stabilisierung der Zinssätze und die verbesserten Finanzierungsbedingungen haben zu einem deutlichen Anstieg der Transaktionen geführt, insbesondere in den Vereinigten Staaten und in Europa. In den Vereinigten Staaten ist das Transaktionsvolumen stark gestiegen, getragen von einem besseren Zugang zu Krediten und einer ausgeprägten Dynamik bei Großtransaktionen. In Europa hat sich die Aktivität mehr als verdoppelt, gestützt durch eine Verringerung der Bewertungslücke zwischen Käufern und Verkäufern sowie durch attraktivere Kapitalkosten. Trotz dieser Erholung stehen die Bewertungen weiterhin unter Druck, wobei seit 2022 ein durchschnittlicher Rückgang zu beobachten ist. Diese Entwicklung ist jedoch zu relativieren, da sich die Investitionen nun stärker auf defensive und wachstumsstarke Sektoren wie Software oder Gesundheit konzentrieren, die von strukturell höheren Bewertungskennzahlen profitieren. Zwei große Trends prägten das Jahr: die Zunahme von Take-Private-Transaktionen, die es Unternehmen ermöglichen, strategische Flexibilität zu gewinnen, und der Boom bei Carve-outs, bei denen große Konzerne nicht strategische Vermögenswerte veräußern, um sich neu auszurichten.In Asien bleibt die Dynamik uneinheitlich mit einem moderaten Wachstum, das von bestimmten Märkten wie Japan getragen, jedoch durch die Konjunkturabkühlung in China und geopolitische Spannungen gebremst wird. Der Exit-Markt verbessert sich allmählich dank einer Belebung bei Fusionen und Übernahmen sowie Börsengängen, auch wenn letztere nach wie vor begrenzt sind. Der Sekundärmarkt, insbesondere durch GP-led-Transaktionen, gewinnt an Bedeutung, indem er Anlegern alternative Liquiditätslösungen bietet. Gleichzeitig sind die Kapitalbeschaffungen zurückgegangen, was eine gewisse Vorsicht der institutionellen Anleger widerspiegelt. Die großen Akteure sichern sich jedoch weiterhin den Großteil des Kapitals. Diese Verlangsamung der Kapitalbeschaffung wird positiv wahrgenommen, da sie den Wettbewerb um künftige Investitionen verringert und günstigere Einstiegsbedingungen schafft. Historisch gesehen entsprechen Phasen mit geringerem Kapitalzufluss oft den besten Jahren im Private-Equity-Bereich. Für 2025 bleiben die Aussichten insgesamt positiv, gestützt durch ein stabileres makroökonomisches Umfeld, einen umfangreichen Bestand an zu veräußernden Vermögenswerten und eine erhebliche verfügbare Liquidität. Ein weiterer Rückgang der Zinsen und ein günstigeres regulatorisches Umfeld, insbesondere in den USA, könnten die Aktivität weiter beschleunigen, wobei jedoch weiterhin Wachsamkeit gegenüber geopolitischen Risiken geboten ist.