Inside Private Equity - Emission vom 26. März 2025
Zusammenfassung
In dieser 11. Folge von „Inside Private Equity“ wird eine für Anleger zentrale Frage beleuchtet: Wie lässt sich mit Private Equity ein echtes Vermögen aufbauen? Frédéric Stolar erklärt, dass die durchschnittliche Rendite der Branche (etwa 13 % pro Jahr, bei den besten Fonds sogar über 20 %) allein nicht ausreicht, um nachhaltigen Wohlstand zu schaffen. Der entscheidende Faktor liegt in der Art und Weise, wie investiert wird: Investitionen über einen längeren Zeitraum streuen, Finanzströme vorausschauend planen und wiederverwenden sowie geeignete Steuerungsinstrumente einsetzen. Im Gegensatz zu einem klassischen Ansatz (investieren und dann abwarten) ermöglicht ein „programmatisches“ Management, das Kapital ständig investiert zu halten und die Rendite langfristig zu optimieren, mit einem potenziell multiplizierenden Effekt.Die Erfolgsgeschichte der Graitec-Gruppe veranschaulicht die Rolle von Private Equity als Wachstumsbeschleuniger. Das auf Software für die Bauindustrie spezialisierte Unternehmen hat seine Organisation stark strukturiert und seine internationale Expansion dank der Unterstützung durch einen Fonds beschleunigt. Über die Finanzierung hinaus bringt Private Equity eine strategische Vision, operative Methoden und Erfahrung mit groß angelegter Entwicklung ein, wodurch ein Unternehmen in einen echten internationalen Konzern verwandelt werden kann.Die Sendung beleuchtet zudem die Rolle von Investmentbanken und Beratern im Private-Equity-Ökosystem. Diese Akteure sind in allen Phasen tätig: Auswahl der Zielunternehmen, Finanzierung, Strukturierung der Transaktionen und Begleitung der Exits. Der Sektor hat sich in den letzten 20 Jahren tiefgreifend gewandelt, mit einem starken Volumenwachstum, einer Diversifizierung der Strategien und einer zunehmenden Spezialisierung der Akteure.Ein Schwerpunkt liegt zudem auf der Schweiz, wo sich Private Equity zunehmend als Schlüsselkomponente der Vermögensverwaltung etabliert. Getragen von einem stabilen Umfeld und einer hohen Konzentration an Investoren zieht es immer mehr Privatkunden an, mit Allokationen von bis zu 10 bis 30 % der Portfolios. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Jahren verstärken, angetrieben durch das Streben nach Rendite und Diversifizierung.Schließlich befasst sich die Sendung mit den Auswirkungen generativer künstlicher Intelligenz auf Unternehmen und Fonds. KI wird zu einem wichtigen Hebel für Optimierung, Innovation und Produktivität, der sowohl in den Abläufen der Portfoliounternehmen als auch in den Anlageprozessen zum Einsatz kommt. Sie eröffnet neue Perspektiven, erfordert jedoch gleichzeitig eine strenge Governance.Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Private Equity ein wirkungsvolles Instrument zum Vermögensaufbau darstellt, vorausgesetzt, man verfolgt eine langfristige Strategie, strukturiert seine Investitionen richtig (insbesondere über Holdinggesellschaften) und stützt sich auf Fachleute, die in der Lage sind, sowohl die Performance als auch die steuerlichen Aspekte zu optimieren.









