Vorstellung und Funktionsweise des Sekundärmarktes
Zusammenfassung
Der Sekundärmarkt für Private Equity ermöglicht es einem institutionellen Anleger, seine Beteiligung an einem Fonds vor dessen Fälligkeit aus Gründen der Portfolioallokation, der Liquidität oder einer Strategieänderung zu veräußern. Die Käufer sind hauptsächlich Spezialisten, die in der Lage sind, komplexe Portfolios schnell zu analysieren. Dieser Markt bietet mehrere Vorteile: erhöhte Transparenz der Vermögenswerte, geringeres Anfangsrisiko, Abschlag auf den Nettoinventarwert und schnellere Ausschüttungen. Im Gegenzug erreichen die Renditen schneller ihre Obergrenze als auf dem Primärmarkt, die Restlaufzeit ist kürzer und die Portfolios sind oft sehr diversifiziert, was die wirtschaftliche Durchschaubarkeit einschränkt. Zwei große Segmente prägen diesen Markt: das LP-LED, eine klassische Veräußerung zwischen Investoren, und das GP-LED, eine vom Fondsmanager organisierte Transaktion im Zusammenhang mit Nachfolgefonds. Mit einem jährlichen Transaktionsvolumen von rund 200 Milliarden Dollar macht der Sekundärmarkt noch einen bescheidenen Anteil am Gesamtbestand an Private Equity aus, doch sein Anteil wächst. Der Wettbewerbsvorteil beruht hier vor allem auf Daten und der Fähigkeit, große Portfolios schnell zu bewerten.











