Nach Angaben der Europäischen Kommission belaufen sich die Investitionsbedürfnisse in den Bereichen Energiewende, Infrastruktur und Innovation jährlich auf Hunderte von Milliarden Euro. Um mehr Ersparnisse in diese langfristigen Projekte zu lenken, hat die Europäische Union einen speziellen Rahmen geschaffen: den ELTIF (European Long-Term Investment Fund).
Dieses Anlageinstrument, das mit Inkrafttreten der ELTIF-Verordnung 2.0 im Januar 2024 grundlegend reformiert wurde, soll Anlegern den Zugang zu nicht börsennotierten Vermögenswerten erleichtern und gleichzeitig die Vorschriften auf europäischer Ebene harmonisieren.
Aber was genau ist ein ELTIF? Welche Vermögenswerte darf er halten? An wen richtet er sich? Welche Vorteile bietet er und worin bestehen die Unterschiede zu einem FPCI anderen Private-Equity-Fonds? Dieser Artikel beantwortet diese Fragen, um Ihnen zu helfen, diesen europäischen Rechtsrahmen besser zu verstehen.
Was ist ein ELTIF?
Der ELTIF ist ein europäischer regulierter Fonds, der durch die Verordnung (EU) 2015/760 geschaffen wurde, um die Finanzierung der Realwirtschaft zu fördern.
Sein Ziel ist einfach: Investoren die Möglichkeit zu geben, langfristige Projekte zu finanzieren, die langfristiges Kapital erfordern.
Diese Investitionen betreffen insbesondere:
- nicht börsennotierte Unternehmen,
- wachsende KMU,
- die Infrastruktur,
- Projekte im Zusammenhang mit der Energiewende,
- die private Verschuldung,
- bestimmte Immobilien.
Im Gegensatz zu herkömmlichen OGAW kann ein ELTIF einen erheblichen Teil seines Portfolios in illiquide Vermögenswerte investieren, deren Anlagehorizont in der Regel mehrere Jahre beträgt.
Seit der Einführung von ELTIF 2.0 wurden die Anlagevorschriften gelockert, um die Anlagemöglichkeiten zu erweitern und dieses Anlageinstrument attraktiver zu gestalten.





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