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Wie lässt sich die Performance im Private-Equity-Bereich bewerten?

Veröffentlicht am
2026
Geändert am
2026
0
Minute(n)
Im Gegensatz zu börsennotierten Märkten lässt sich die Wertentwicklung eines Private-Equity-Fonds nicht allein anhand der Kursentwicklung oder der jährlichen Rendite beurteilen.
Von
Jeanne Lapierre
Jeanne Lapierre
Wie lässt sich die Performance im Private-Equity-Bereich bewerten?
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Professionelle Anleger stützen sich in der Regel auf drei sich ergänzende Kennzahlen: den internen Zinsfuß (IRR), das Kapitalmultiplikator (TVPI) und die Ausschüttungsquote (DPI).

  1. Der IRR , wie schnell das investierte Kapital im Laufe der Zeit Wert schafft.  
  1. Der TVPI seinerseits TVPI , wie viele Euro pro investiertem Euro geschaffen wurden.  
  1. Schließlich misst der DPI den Anteil dieses Wertes, der den Anlegern tatsächlich in Form von Barmitteln zurückfließt.

Für sich genommen reicht keiner dieser Indikatoren aus, um die Qualität eines Fonds zu beurteilen. Zusammen ermöglichen sie jedoch eine Bewertung sowohl der Wertschöpfung als auch ihrer Entwicklung im Zeitverlauf und der von den Anlegern tatsächlich erhaltenen Ausschüttungen.

Die von den führenden Fachinstituten erhobenen Referenzdaten zeigen, dass die besten globalen Private-Equity-Fonds in der Vergangenheit besonders hohe Renditen erzielt haben. In den letzten zwanzig Jahren wiesen die Fonds des ersten Quartils somit interne Renditen von über 20 % nach Abzug der Gebühren auf, bei durchschnittlichen Multiplikatoren in der Größenordnung des 2,3-fachen des investierten Kapitals.

Diese Performance hat jedoch einen Nachteil: die Illiquidität. Private Equity ist auf einen langen Anlagehorizont ausgelegt, der oft mehr als zehn Jahre beträgt. Das Kapital wird schrittweise investiert, und Ausschüttungen erfolgen im Laufe der Zeit, je nachdem, in welchem Tempo die Fondsmanager Unternehmensverkäufe tätigen.

Eine weitere große Herausforderung ist die Auswahl der Fonds. Die Performanceunterschiede zwischen den besten und den schlechtesten Fondsmanagern können beträchtlich sein. Während Fonds des ersten Quartils ihren Anlegern in der Vergangenheit in der Regel einen erheblichen Mehrwert geschaffen haben, haben die Fonds mit der schlechtesten Performance mitunter Kapital vernichtet.

In diesem Umfeld sind der Zugang zu den besten Fondsmanagern, die Diversifizierung sowie die Angleichung der Interessen zwischen Anlegern und Managementteams nach wie vor wesentliche Faktoren für den Aufbau einer nachhaltigen und leistungsstarken Private-Equity-Strategie.

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