Primär- und Sekundärmarkt: Was sind die Unterschiede?
Zusammenfassung
Der Sekundärmarkt für Private Equity ermöglicht den Kauf und Verkauf von Anteilen an bereits bestehenden Fonds, im Gegensatz zum Primärmarkt, der sich auf neu aufgelegte Fonds bezieht.
Für den Verkäufer bietet dies insbesondere die Möglichkeit, vor Fälligkeit des Fonds wieder Liquidität zu gewinnen oder sein Portfolio neu auszurichten.
Für den Käufer bietet dies Zugang zu ausgereifteren Vermögenswerten und einem bereits bestehenden Portfolio, dessen Entwicklung sich leichter nachvollziehen lässt. Die Beteiligungen können zudem mit einem Abschlag gegenüber ihrem Nettoinventarwert erworben werden und schneller Ausschüttungen generieren.
Im Gegenzug kann die kürzere Anlagedauer das Wertsteigerungspotenzial einschränken. Zudem kann die Analyse der Portfolios komplexer sein. Auf dem Sekundärmarkt wird insbesondere zwischen „LP-led“-Transaktionen, die zwischen Anlegern abgewickelt werden, und „GP-led“-Transaktionen, die von den Verwaltungsgesellschaften initiiert werden, unterschieden. Primär- und Sekundärmarkt dienen somit unterschiedlichen Zielen und weisen jeweils eigene Vorteile und Risiken auf.
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