Einführung in Private Equity von Djamina Grimm
Zusammenfassung
Im Austausch mit Vermögensverwaltern taucht oft schon sehr früh eine Frage auf: Warum sollte man Kapital über Jahre hinweg binden, wenn Anlagen an der Börse jederzeit verfügbar sind? Diese Überlegung ist nachvollziehbar, bewertet Private Equity jedoch nach den Maßstäben liquider Märkte. An der Börse reagieren die Kurse täglich auf Erwartungen und die Marktstimmung. Bei Private Equity finanzieren Investoren direkt nicht börsennotierte Unternehmen der Realwirtschaft, die sich über mehrere Jahre hinweg wandeln. Diese Unternehmen erschließen neue Märkte, modernisieren ihre Technologien, verstärken ihre Führungsteams oder integrieren andere Unternehmen. Diese strategischen Veränderungen erfordern Zeit und Kapital, das langfristig zur Verfügung steht. Deshalb investieren Pensionsfonds, Versicherer, Staatsfonds und Family Offices seit Jahrzehnten in Private Equity. Sie akzeptieren bewusst diesen langen Zeithorizont, weil sie darin attraktive Renditeaussichten mit einem anderen Risikoprofil sehen. Bei einem langfristigen Portfolio geht es daher weniger um Liquidität als um das Wachstum von Unternehmen, die vom ständigen Druck kurzfristiger Bewertungen befreit sind.
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