Private Equity verstehen
Zusammenfassung
Unter „Private Equity“ versteht man die Beteiligung an nicht börsennotierten Unternehmen. Institutionelle Anleger und zunehmend auch Privatanleger stellen diesen Unternehmen Kapital zur Verfügung und erhalten im Gegenzug Mehrheits- oder Minderheitsanteile. Die Besonderheit dieser Anlageklasse liegt darin, dass die Fonds nicht nur Kapital bereitstellen, sondern auch strategisches und operatives Know-how einbringen, um das Unternehmen über mehrere Jahre hinweg bei seinem Wachstum zu begleiten.
Die Transaktionen nehmen sehr unterschiedliche Formen an. Venture Capital finanziert junge Unternehmen und Start-ups, die sich noch in einer frühen Entwicklungsphase befinden. Growth Capital kommt später zum Einsatz, um die Expansion zu beschleunigen. Darauf folgen Übernahmen durch den Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung, die manchmal mit moderatem Einsatz von Fremdkapital strukturiert sind und als „ LBO “ (Leveraged Buyout) bezeichnet werden. Schließlich begleitet das Turnaround-Kapital gemeinsam mit erfahrenen Managementteams die Sanierung von Unternehmen in schwierigen Situationen.
Private-Equity-Fonds verfolgen in der Regel einen langfristigen Entwicklungsplan mit dem Ziel, das Unternehmen über mehrere Jahre hinweg voranzubringen und so Wert zu schaffen. Ist dieser Plan erfolgreich umgesetzt, werden die Beteiligungen in der Regel nach fünf bis sieben Jahren veräußert: durch Verkauf an einen anderen Fonds, durch einen Börsengang oder – was am häufigsten der Fall ist – durch Veräußerung an einen strategischen Käufer, der die Synergien optimal nutzen kann. Lange Zeit war diese Anlageklasse Pensionsfonds, Versicherern und Staatsfonds vorbehalten, doch heute öffnet sie sich auch vermögenden Privatpersonen und Family Offices, die von den langfristigen Renditeaussichten, einer geringeren Volatilität als an den Aktienmärkten und der Möglichkeit, Unternehmen der Realwirtschaft nachhaltig zu begleiten, angezogen werden.
Die anderen Folgen der Serie











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