Episode 1 | Re-up - Interview mit Maurice Tchenio
Zusammenfassung
Maurice Tchenio blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück, die eng mit der Entstehung und Entwicklung von Private Equity in Europa verbunden ist. Als GründerApax im Jahr 1972 begleitete er die Entstehung dieser Anlageklasse von Anfang an und war maßgeblich an ihrer Strukturierung und internationalen Expansion beteiligt. Über 30 Jahre lang verwaltete er mehrere Fonds und trug zur Finanzierung und zum Wachstum zahlreicher Unternehmen bei, bevor er Apax 2010 Apax seine Partner übergab. Schon sehr früh erkannte er eine wesentliche Einschränkung des Private-Equity-Sektors: dessen Unzugänglichkeit für Privatanleger. Um dem abzuhelfen, gründete er 1995 Altamir, eine börsennotierte Gesellschaft, die es ermöglichte, indirekt in dieselben Vermögenswerte wie institutionelle Anleger zu investieren, und zwar mit deutlich erschwinglicheren Einlegesummen. Der Erfolg war beachtlich: Das Unternehmen wuchs von 12 Millionen auf über 1,3 Milliarden Euro und verdeutlichte damit die langfristige Stärke dieser Anlageklasse.Im Laufe der Zeit verlor Altamir jedoch an Liquidität und erfüllte seinen Auftrag der Zugänglichkeit nicht mehr vollständig. Vor diesem Hintergrund entstand Altaroc, gemeinsam mit Frédéric Stolar gegründet, mit dem Ziel, privaten Anlegern den Zugang zum globalen Private Equity noch weiter zu öffnen – auf eine flexiblere, diversifiziertere und modernere Weise.Über den Finanzbereich hinaus hat Maurice Tchenio die Prinzipien des Private Equity auch auf gesellschaftliche Anliegen übertragen und die Stiftung Alpha Oméga gegründet. Diese widmet sich der Bildung und beruflichen Eingliederung junger Menschen und wird vollständig durch Private-Equity-Investitionen finanziert, was zeigt, dass diese Anlageklasse auch ein Hebel für nachhaltige positive Wirkung sein kann.









