Inside Private Equity – Sendung vom 29. Mai 2024
Zusammenfassung
In dieser Folge wird erläutert, wie sich die Performance eines Private-Equity-Fonds anhand von drei Schlüsselkennzahlen messen lässt: dem IRR, der die annualisierte Rendite angibt; dem TVPI, der das Gesamtvielfache des Einsatzes misst; und dem DPI, der das Kapital angibt, das bereits tatsächlich an die Anleger zurückgezahlt wurde. Frédéric Stolar erinnert daran, dass der „Goldstandard“ der besten Fonds bei etwa 20 % IRR und dem 2-fachen des Einsatzes liegt, und hebt dabei zwei wesentliche Risiken hervor: die Illiquidität und die Performance-Lücke zwischen den besten Fonds und den übrigen.Die Sendung präsentiert anschließend den Erfahrungsbericht von Jean-Matthieu Biseau, Geschäftsführer von Opteven, einem europäischen Spezialisten für Kfz-Dienstleistungen und -Garantien. Er erläutert, wie Private Equity die Transformation einer kleinen regionalen Tochtergesellschaft zu einem europäischen Marktführer mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 300 Mio. € begleitet hat. Seine Erfahrungen unterstreichen, wie wichtig es ist, einen Fonds nicht nur aufgrund seines Kapitals auszuwählen, sondern auch aufgrund seiner Fähigkeit, Wachstum, Akquisitionen, Internationalisierung und strategische Entscheidungen zu begleiten. Karim Boueiz stellt anschließend General Atlantic vor, einen weltweiten Pionier im Bereich Growth Equity mit einer sehr diversifizierten Investorenbasis, die historisch von Family Offices geprägt ist. Er beschreibt eine globale, flexible und themenorientierte Strategie, die sich auf Wachstum, Technologie, Finanzdienstleistungen, Konsum, Klima und Life Sciences konzentriert. Er betont zudem, dass das aktuelle Marktumfeld trotz geopolitischer Volatilität, Inflation und hoher Zinsen ein attraktives Investitionsfenster bieten kann. Dimitri Bernard analysiert die Performanceunterschiede zwischen den verschiedenen Regionen. Die USA weisen historisch gesehen die besten Wertentwicklungen auf, gefolgt von Europa und Asien, was vor allem auf ein ausgereifteres Ökosystem, eine für Private Equity günstigere Unternehmenskultur, eine größere Markttiefe und mehr spezialisierte Fonds zurückzuführen ist. Europa bleibt attraktiv, während Asien noch unter einem jüngeren Ökosystem und teilweise einer größeren regulatorischen Instabilität leidet. Schließlich erläutert Jérôme Souied, Partner bei Kearney, die Rolle der Strategieberatung für Fonds: due diligence, Validierung des Businessplans, Plan zur Wertschöpfung, operative Begleitung und Vorbereitung des Exits. Er hebt die aktuellen Schwerpunkte hervor, insbesondere die Nachhaltigkeit der Margen, die Preisgestaltungsmacht und die Fähigkeit der Unternehmen, ihre Wettbewerbsposition in einem unsichereren Umfeld zu behaupten. Zusammenfassend lässt sich sagen: Diese Folge zeigt, dass die Performance von Private Equity ebenso sehr von der Auswahl der richtigen Fonds abhängt wie von der Qualität der betreuten Unternehmen, ihrem Wachstumspotenzial, der Investitionsdisziplin und der Fähigkeit, langfristig Wert zu schaffen.









