Inside Private Equity – Le Grand Debrief vom 18. September 2024
Zusammenfassung
In dieser Ausgabe von „Le Grand Débrief“ geht es um die überdurchschnittliche Wertentwicklung von Private Equity, die Ausstiegsbedingungen von Fonds und Vermögensstrategien für langfristige Investitionen. Die Gäste erklären, dass Private Equity die börsennotierten Märkte historisch gesehen übertrifft, dank der Auswahl kleinerer Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial, der operativen Optimierung und in einigen Fällen der Hebelwirkung, wobei sie darauf hinweisen, dass Letztere auch die Risiken verstärken kann.Frédéric Trinel erläutert die Perspektiven von EcoVadis, das sich auf einen möglichen Börsengang vorbereitet, ohne dies jedoch als automatisches Ziel zu betrachten. Ein Börsengang kann die internationale Glaubwürdigkeit des Unternehmens stärken, setzt jedoch eine ausreichende Größe, ein stabileres Wachstum und eine geeignete interne Organisation voraus. Die Sendung erinnert somit daran, dass ein Börsengang nicht unbedingt der „Heilige Gral“ ist: Er hängt vom Projekt, vom Zeitplan, von den Aktionären und den verfügbaren Alternativen ab. Isabelle Pagnotta geht auf die Sektoren ein, die derzeit von den Fonds gesucht werden, insbesondere künstliche Intelligenz, Digitalisierung, der Übergang zur Netto-Null und Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Transformation von Unternehmen. Sie betont zudem das Risikomanagement durch Diversifizierung: sektorale, geografische und zeitliche Diversifizierung sowie Diversifizierung durch internationale Akquisitionen. Dieser Ansatz ermöglicht es, das Risiko gegenüber einem einzelnen Markt, einer einzelnen Konjunkturlage oder einer einzelnen Anlageklasse zu begrenzen. Jean-Philippe Kervadec erklärt, dass sich der Private-Equity-Markt, der durch Bewertungsunterschiede zwischen Käufern und Verkäufern gebremst wird, allmählich wieder beleben dürfte. Die Fonds müssen nämlich Beteiligungen veräußern, um Kapital an ihre Anleger zurückzuzahlen und neue Fonds aufzulegen. Die ausgeschüttete Liquidität (DPI) wird somit zu einem zentralen Kriterium für institutionelle Anleger. Die Debatte erinnert auch daran, dass man bei Private Equity Geld verlieren kann, dass die besten Manager dieses Risiko jedoch durch Diversifizierung und eine niedrige Verlustquote begrenzen.Der zweite Teil widmet sich den Anlagestrategien für Privatanleger. Vermögensberater erklären, dass eine Investition von 300.000 € in Private Equity nicht einfach darin besteht, diesen Betrag auf einmal anzulegen: Man muss zwischen dem Engagement, den Kapitalabruf dem tatsächlich eingesetzten Kapital unterscheiden. Dank Reinvestitionsprogrammen wie Re-Up wird es möglich, die Zahlungsströme zu glätten, Ausschüttungen wieder anzulegen und schrittweise ein nachhaltiges Engagement oder sogar ein langfristiges Zusatzeinkommen aufzubauen. Die Sendung schließt mit der Demokratisierung von Private Equity. Altaroc eine Logik in den Vordergrund, die von großen institutionellen Anlegern inspiriert ist und nun auch Privatkunden mit ausreichendem Vermögen zugänglich ist. Im Mittelpunkt steht nach wie vor die Aufklärung: Vor einer Investition müssen Risiken, Illiquidität, Cashflows, die Anlagedauer und das angestrebte Vermögensziel verstanden werden.










