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Haben nicht börsennotierte Vermögenswerte ihren Platz in einer Strategie zur Vermögensweitergabe?

Veröffentlicht am
21
Geändert am
07
Von
Salma Moumen
Salma Moumen
Ein Segelboot, das auf ruhiger See segelt – als Symbol für eine Vermögensstrategie und eine langfristige Anlage
In den nächsten zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren dürften weltweit Vermögenswerte in Höhe von mehr als 83.000 Milliarden Dollar von einer Generation an die nächste übertragen werden, so der Global Wealth Report der UBS.
Investitionen in nicht börsennotierte Unternehmen im Jahr 2026: Ein Leitfaden zum besseren Verständnis
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In den nächsten zwanzig bis fünfundzwanzig Jahren dürften weltweit Vermögenswerte in Höhe von mehr als 83.000 Milliarden Dollar von einer Generation an die nächste übertragen werden, so der „Global Wealth Report“ der UBS.

In Frankreich, wo ein Großteil des Vermögens von den älteren Generationen gehalten wird, unterstreicht dieser demografische Wandel die Bedeutung einer durchdachten Strategie zur Vermögensweitergabe.

Dieses Phänomen, das oft als „Great Wealth Transfer“ bezeichnet wird, verdeutlicht die wachsende Bedeutung von Strategien zur Vermögensweitergabe bei vermögenden Familien und langfristigen Anlegern.

Vor diesem Hintergrund verändert sich die Zusammensetzung des Vermögens. Neben Immobilien, börsennotierten Aktien oder Lebensversicherungen nehmen nicht börsennotierte Vermögenswerte, insbesondere Private Equity, einen immer wichtigeren Platz in der Vermögensallokation ein. Diese Vermögenswerte, die lange Zeit institutionellen Anlegern vorbehalten waren, folgen einer Logik der Wertschöpfung über mehrere Jahre hinweg, die sich in eine umfassendere Überlegung zur Vermögensweitergabe einfügen lässt.

Ist Private Equity daher für eine Vermögensnachfolgestrategie geeignet? Was sind seine Vorteile, seine Einschränkungen und welche Punkte sind zu beachten? Dieser Artikel analysiert die Rolle, die nicht börsennotierte Vermögenswerte in einer langfristigen Vermögensstrategie spielen können, und stützt sich dabei auf die Praktiken institutioneller Anleger und großer vermögender Familien.

Wichtig

Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken. Er stellt weder eine Rechts-, Steuer- oder Vermögensberatung noch eine Anlageempfehlung dar. Jede Vermögensübertragungsstrategie muss unter Berücksichtigung der persönlichen Situation des jeweiligen Anlegers geprüft werden.

Können nicht börsennotierte Vermögenswerte zu einer Strategie der Vermögensweitergabe beitragen?

Ja, nicht börsennotierte Vermögenswerte können in einer Strategie zur Vermögensweitergabe ihren Platz finden, sofern sie in eine kohärente Gesamtallokation eingebunden sind, die auf die Ziele der Familie abgestimmt ist.

Im Gegensatz zu börsennotierten Wertpapieren verfolgt Private Equity einen langfristigen Ansatz. Die Beteiligungen werden in der Regel acht bis zwölf Jahre lang gehalten – so lange, wie es nötig ist, um die Entwicklung der finanzierten Unternehmen bis zu ihrer Veräußerung zu begleiten. Dieser Anlagehorizont lässt sich gut mit einer Vermögensplanung vereinbaren, die sich oft über mehrere Jahrzehnte oder sogar über mehrere Generationen erstreckt.

Institutionelle Anleger und vermögende Familien suchen übrigens nicht nur nach Renditepotenzial. Sie nutzen nicht börsennotierte Vermögenswerte auch, um ihr Vermögen zu diversifizieren, Zugang zu nicht börsennotierten Unternehmen zu erhalten und sich verschiedenen Wertsteigerungsfaktoren auszusetzen, die sich von denen der Finanzmärkte unterscheiden.

Das Wichtigste auf einen Blick

Private Equity ist an sich kein Instrument zur Vermögensweitergabe. Aufgrund seines langfristigen Anlagehorizonts und seiner Fähigkeit zur Diversifizierung eines Vermögens kann es jedoch ein sinnvoller Bestandteil einer umfassenden Vermögensstrategie sein, sofern es zum Profil des Anlegers passt. Private Equity ist an sich kein Instrument zur Vermögensweitergabe. Sein langfristiger Anlagehorizont und seine Fähigkeit zur Diversifizierung eines Vermögens können es jedoch zu einem sinnvollen Bestandteil einer umfassenden Vermögensstrategie machen, sofern es dem Profil des Anlegers entspricht.

Warum beschränkt sich die Vermögensübertragung nicht mehr auf traditionelle Vermögenswerte?

Bei der Vermögensübertragung geht es nicht mehr nur um die Aufteilung von Immobilien oder eines Portfolios börsennotierter Aktien. Die Entwicklung der privaten Vermögen, der Finanzmärkte und der Anlagestrategien veranlasst viele Familien dazu, die zur Übertragung bestimmten Vermögenswerte zu diversifizieren.

Heutzutage bestehen die größten Vermögen oft aus mehreren sich ergänzenden Anlageklassen. Neben Immobilien, Finanzanlagen oder Lebensversicherungen nehmen nicht börsennotierte Vermögenswerte einen immer größeren Stellenwert in der langfristigen Vermögensaufteilung ein.

Diese Entwicklung spiegelt einen Vermögensansatz wider, der stärker auf Diversifizierung und Wertsteigerung über mehrere Jahre hinweg ausgerichtet ist als auf das bloße Streben nach Liquidität.

Ein immer vielfältigeres Kulturerbe

Anleger mit einem beträchtlichen Vermögen versuchen in der Regel, ihre Anlagen auf mehrere Anlageklassen zu verteilen, um ihre Abhängigkeit von einem einzelnen Markt zu begrenzen.

Diese Diversifizierung kann Folgendes umfassen:

  • Immobilien;
  • börsennotierte Aktien;
  • die Verpflichtungen;
  • die liquiden Mittel;
  • nicht börsennotierte Vermögenswerte, darunter Private Equity.

Jede Kategorie erfüllt innerhalb einer Vermögensstrategie einen anderen Zweck. Nicht börsennotierte Vermögenswerte bieten insbesondere ein Engagement in der Realwirtschaft und in Unternehmen, die an den Finanzmärkten nicht verfügbar sind.

Eine Familie, die eine Landschaft betrachtet – ein Beispiel für die Weitergabe und Bewahrung des Kulturerbes über mehrere Generationen hinweg

Eine über mehrere Generationen hinweg gewachsene Vision des Familienvermögens

Die Vermögensübertragung erfolgt selten nach kurzfristigen Gesichtspunkten.

Ob es darum geht, eine Schenkung vorzubereiten, eine Nachlassplanung zu organisieren oder mehrere Generationen einer Familie zu begleiten – vermögensrechtliche Entscheidungen werden in der Regel langfristig getroffen.

Diese Zeitspanne entspricht der im Private-Equity-Bereich, wo die Strategien zur Wertschöpfung erst nach mehreren Jahren Wirkung zeigen. Auch wenn er für sich genommen kein Instrument zur Unternehmensübergabe darstellt, ist das Private-Equity-Kapitalkann somit in eine umfassendere Vermögensplanung eingebunden werden, sofern sein Anlagehorizont mit den Zielen der Familie vereinbar ist.

Warum kann Private Equity einen Platz in einer Strategie zur Vermögensweitergabe einnehmen?

Private Equity wurde ursprünglich nicht als Instrument zur Vermögensweitergabe konzipiert. Dennoch machen ihn mehrere seiner Merkmale zu einer Anlageklasse, die sich in eine langfristige Vermögensplanungeinbinden lässt.

Im Gegensatz zu Anlagen, die auf sofortige Liquidität ausgerichtet sind, basiert Private Equity auf einem Anlagehorizont, der in der Regel zwischen acht und zwölf Jahren liegt. Dieser Zeithorizont steht oft im Einklang mit den Zielen von Familien, die die Übertragung ihres Vermögens schrittweise vorbereiten, anstatt eine kurzfristige Veräußerung anzustreben.

Über den Anlagehorizont hinaus ermöglicht Private Equity zudem den Zugang zu nicht börsennotierten Unternehmen, deren Wertsteigerungsfaktoren sich von denen der Finanzmärkte unterscheiden. Für viele vermögende Anleger stellt diese Diversifizierung eine ergänzende Komponente beim Aufbau eines Vermögens dar, das zur Weitergabe bestimmt ist.

Ein Anlagehorizont, der ganz natürlich mit einer langfristigen Vision im Einklang steht

Die Vermögensübergabe wird in der Regel bereits mehrere Jahre im Voraus vorbereitet, bevor sie tatsächlich stattfindet.

Ob es darum geht, eine Schenkung zu organisieren, die Übertragung eines Familienvermögens zu begleiten oder eine Nachlassplanung vorzunehmen – vermögensrechtliche Entscheidungen folgen einer Logik, die oft über eine Generation hinausgeht.

Private Equity folgt demselben Zeitrahmen. Die Verwaltungsgesellschaften investieren in Unternehmen, die sie über mehrere Jahre hinweg begleiten, bevor sie deren Veräußerung in Betracht ziehen. Dieser Ansatz fördert eine schrittweise Wertschöpfung anstelle des Strebens nach kurzfristiger Rendite.

Diese Übereinstimmung zwischen Vermögens- und Anlagehorizont erklärt, warum viele vermögende Familien private Märkte in ihre langfristige Vermögensaufteilung einbeziehen.

Das zu vererbende Vermögen diversifizieren

Eine Strategie zur Vermögensweitergabe stützt sich selten auf nur eine Anlageklasse.

Immobilien, börsennotierte Aktien, Anleihen, liquide Mittel oder auch Lebensversicherungsverträge dienen jeweils spezifischen Anlagezielen. Private Equity kann dieses Portfolio ergänzen, indem es ein Engagement in nicht börsennotierten Unternehmen und in unterschiedliche Wertsteigerungsfaktoren ermöglicht.

Diese Diversifizierung zielt nicht nur darauf ab, Renditepotenzial zu erschließen. Sie trägt auch dazu bei, die Abhängigkeit eines Vermögens von einer einzigen Anlageklasse oder einem einzigen Marktumfeld zu verringern.

Wie bei jeder Vermögensallokation muss die Aufteilung auf die verschiedenen Anlageklassen auf die Ziele, das Risikoprofil und den Liquiditätsbedarf jeder Familie abgestimmt sein.

Zugang zu nicht börsennotierten Unternehmen, die Wert schaffen

Ein wesentlicher Teil des weltweiten Wirtschaftswachstums wird heute von Unternehmen getragen, die länger als früher in Privatbesitz bleiben.

Durch Investitionen in Private Equity erhalten Anleger Zugang zu einem Umfeld aus innovativen Unternehmen, aufstrebenden KMU oder Unternehmen im Wandel, die oft nicht an den Börsen vertreten sind.

Für eine Familie, die ihr Vermögen über mehrere Jahrzehnte hinweg aufbaut, kann diese Anlage eine Ergänzung zu traditionellen Anlageklassen darstellen und zu einer breiteren Diversifizierung der potenziellen Wertschöpfungsquellen beitragen.

Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass diese Anlagen mit einem Kapitalverlustrisiko verbunden sind und dass die in der Vergangenheit erzielten Wertentwicklungen kein Hinweis auf die zukünftige Wertentwicklung sind.

Ein Ansatz, der mit der Erhaltung des Familienvermögens im Einklang steht

Bei der Vermögensweitergabe geht es nicht nur darum, Kapital weiterzugeben. Sie zielt auch darauf ab, das Vermögen langfristig zu erhalten und es an die Ziele künftiger Generationen anzupassen.

In diesem Zusammenhang zielt Private Equity eher auf die Entwicklung der finanzierten Unternehmen ab als auf einen Ansatz, der sich an den täglichen Schwankungen der Finanzmärkte orientiert.

Diese Philosophie deckt sich mit der vieler langfristig orientierter Anleger, die Wertschöpfung auf Dauer, Diversifizierung und eine generationenübergreifende Sichtweise auf ihr Vermögen in den Vordergrund stellen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Private Equity kann dank seines langfristigen Anlagehorizonts, seines Engagements in nicht börsennotierten Unternehmen und seiner Fähigkeit zur Diversifizierung eines Vermögens zu einer Strategie der Vermögensweitergabe beitragen. Es stellt jedoch nur eine Komponente einer umfassenden Vermögensallokation dar, die entsprechend den Zielen, dem Risikoprofil und den Bedürfnissen jedes einzelnen Anlegers gestaltet werden muss.

Welche Aspekte sind zu beachten, bevor nicht börsennotierte Vermögenswerte in eine Nachfolgestrategie einbezogen werden?

Private Equity kann zu einer Strategie der Vermögensweitergabe beitragen, ist jedoch nicht für alle Situationen geeignet. Wie jede Anlageklasse weist auch diese spezifische Merkmale auf, die vor jeder Anlageentscheidung berücksichtigt werden müssen.

Der Anlagehorizont, die Möglichkeit, einen Teil des Vermögens zu binden, der angestrebte Diversifizierungsgrad sowie die Qualität der Verwaltungsgesellschaften sind allesamt Faktoren, die die Eignung einer Allokation in nicht börsennotierte Vermögenswerte beeinflussen.

Eine effektive Vermögensübertragungsstrategie beruht in erster Linie auf der Ausgewogenheit des gesamten Vermögens und weniger auf der Wertentwicklung einer einzelnen Anlageklasse.

Die Illiquidität muss mit den Bedürfnissen der Familie vereinbar sein

Eines der Hauptmerkmale von Private Equity ist seine Illiquidität. Im Gegensatz zu börsennotierten Aktien oder bestimmten Finanzanlagen ist das investierte Kapital in der Regel über mehrere Jahre hinweg gebunden.

Diese Besonderheit steht nicht unbedingt im Widerspruch zu einer Strategie der Vermögensweitergabe. Im Gegenteil: Wenn eine Familie mit einem Anlagehorizont von mehreren Jahrzehnten investiert, kann dieser Zeitraum mit ihren Zielen im Einklang stehen.

Nicht börsennotierte Vermögenswerte eignen sich hingegen in der Regel nicht zur Finanzierung kurzfristiger Liquiditätsbedürfnisse. Sie sollten daher in eine ausreichend diversifizierte Anlageallokation integriert werden, um die finanzielle Flexibilität des Vermögens zu wahren.

Ein Rundgang für die ganze Familie, der den Aufbau und die Weitergabe von Vermögen veranschaulicht

Das Risiko eines Kapitalverlusts besteht weiterhin

Private-Equity-Fonds investieren hauptsächlich in nicht börsennotierte Unternehmen, deren Wert sowohl steigen als auch fallen kann.

Wie jede Anlage in Aktien birgt auch diese Anlageklasse das Risiko eines Kapitalverlusts, das insbesondere mit der Geschäftsentwicklung der finanzierten Unternehmen, dem wirtschaftlichen Umfeld oder den Bedingungen für den Ausstieg aus den Anlagen zusammenhängt.

Im Hinblick auf die Vermögensweitergabe verdeutlicht diese Tatsache, wie wichtig es ist, eine ausgewogene Vermögensaufteilung auf verschiedene Anlageklassen zu erreichen, wobei das Risikoprofil der Familie und ihre langfristigen Ziele zu berücksichtigen sind.

Die Auswahl der Fondsmanager bleibt ein entscheidender Faktor

Eine der Besonderheiten von Private Equity liegt in der starken Streuung der Renditen zwischen den einzelnen Fonds.

Die Unterschiede zwischen den besten und den leistungsschwächsten Fondsmanagern können erheblich sein. Diese Streuung ist ausgeprägter als bei vielen börsennotierten Anlageklassen.

Sowohl für institutionelle Anleger als auch für vermögende Familien stellt die Auswahl der Verwaltungsgesellschaften daher eine zentrale Herausforderung dar. Die Erfahrung der Teams, ihre Anlagedisziplin, ihre Branchenspezialisierung sowie ihre Fähigkeit, die Unternehmensleitung zu unterstützen, gehören zu den wichtigsten Kriterien, die vor jedem Engagement geprüft werden.

Eine angemessene Diversifizierung bleibt unerlässlich

Nicht börsennotierte Vermögenswerte dienen dazu, ein Vermögen zu ergänzen, nicht aber, es zu ersetzen.

Institutionelle Anleger verteilen ihre Anlagen in der Regel auf mehrere Anlageklassen, um ihr Risiko gegenüber einem einzelnen Markt oder einer einzelnen Anlagestrategie zu begrenzen.

Diese Diversifizierung kann auf mehreren Ebenen erfolgen:

Diversifizierungsschwerpunkt Ziel
Anlageklassen Das Vermögen auf Immobilien, börsennotierte Aktien, Anleihen, liquide Mittel und nicht börsennotierte Vermögenswerte aufteilen.
Private-Equity-Strategien Diversifizierung zwischen Buyout, Growth Equity, Venture Capital oder dem Sekundärmarkt.
Geografische Gebiete Die Abhängigkeit von einer einzigen Volkswirtschaft verringern.
Anlageweine Die Auswirkungen von Konjunkturzyklen abfedern.
Verwaltungsgesellschaften Das mit einem einzelnen Fondsmanager verbundene Risiko begrenzen.

Dieser Ansatz beseitigt zwar nicht die mit Private Equity verbundenen Risiken, trägt aber dazu bei, langfristig eine widerstandsfähigere Vermögensaufteilung aufzubauen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Die Einbindung nicht börsennotierter Vermögenswerte in eine Vermögensnachfolgestrategie erfordert es, ein Gleichgewicht zwischen Wertsteigerungspotenzial, Diversifizierung und den für Private Equity typischen Rahmenbedingungen zu finden. Der Anlagehorizont, der Liquiditätsbedarf und die Auswahl der Fondsmanager bleiben wesentliche Kriterien für den Aufbau einer kohärenten Vermögensallokation.

Warum nehmen vermögende Familien und institutionelle Anleger Private Equity in ihre Vermögensallokation auf?

Private Equity nimmt heute in den Portfolios vieler institutioneller Anleger einen wichtigen Platz ein. Pensionsfonds, Universitätsstiftungen, Versicherungsgesellschaften, Staatsfonds und Family Offices investieren einen erheblichen Teil ihres Vermögens in private Märkte.

Diese Anlagepolitik basiert nicht ausschließlich auf dem Streben nach Rendite. Sie entspricht auch dem Bestreben, die Quellen der Wertschöpfung zu diversifizieren, Zugang zu nicht börsennotierten Unternehmen zu erhalten und Portfolios aufzubauen, die mehrere Konjunkturzyklen überstehen können.

Für Anleger, die in einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten denken, stellt Private Equity somit eine ergänzende Komponente einer langfristigen Vermögensstrategie dar.

Ein Konzept, das auf mehrere Generationen ausgelegt ist

Die Verwaltung eines Familienvermögens beschränkt sich nicht darauf, das Kapital zu erhalten. Sie umfasst auch die Organisation seiner Weitergabe unter Bedingungen, die mit den Zielen künftiger Generationen vereinbar sind.

Diese Logik erklärt, warum viele vermögende Familien eine langfristige Perspektive den täglichen Schwankungen an den Finanzmärkten vorziehen.

Private Equity fügt sich nahtlos in diesen Ansatz ein. Die Investitionen werden mit einem Zeithorizont von mehreren Jahren getätigt; während dieser Zeit begleiten die Verwaltungsgesellschaften die Entwicklung der Unternehmen, bevor sie deren Veräußerung in Betracht ziehen. Dieser zeitliche Rahmen steht im Einklang mit einer Vermögensstrategie, die schrittweise aufgebaut wird.

Diversifizierung der Wertschöpfungsfaktoren

Die größten Vermögen basieren selten auf nur einer Anlageklasse.

Institutionelle Anleger streben eine Diversifizierung zwischen Immobilien, börsennotierten Märkten, Anleihen, Infrastruktur, Unternehmensanleihen und Private Equity an, um ihre Abhängigkeit von einem einzigen Renditetreiber zu begrenzen.

Private Equity bietet ein Engagement in nicht börsennotierten Unternehmen, deren Wertschöpfung in erster Linie auf ihrer operativen Entwicklung, ihrem Wachstum und ihrem Wandel beruht und weniger auf den täglichen Schwankungen an den Finanzmärkten.

Diese Komplementarität erklärt die zunehmende Bedeutung nicht börsennotierter Vermögenswerte bei der langfristigen Vermögensallokation.

Eine vereinte Familie als Beispiel für eine langfristige Vermögensstrategie unter Einbeziehung von Private Equity

Die Auswahl der besten Fondsmanager steht im Mittelpunkt ihrer Strategie

Eines der Hauptmerkmale institutioneller Anleger ist die Bedeutung, die sie der Auswahl der Verwaltungsgesellschaften beimessen.

Im Gegensatz zu den börsennotierten Märkten, auf denen die Indexverwaltung eine wichtige Rolle spielt, weist der Private-Equity-Sektor eine starke Streuung der Wertentwicklungen zwischen den einzelnen Fonds auf. Die besten Fondsmanager verfügen oft über Branchenexpertise, privilegierten Zugang zu Investitionsmöglichkeiten und die anerkannte Fähigkeit, Führungskräfte bei der Wertschöpfung zu unterstützen.

Diese Tatsache veranlasst Family Offices und institutionelle Anleger dazu, einen wesentlichen Teil ihres Anlageprozesses der Analyse der Managementteams, ihrer bisherigen Wertentwicklung und ihrer Anlagedisziplin zu widmen.

Private Equity ist Teil einer umfassenden Vermögensallokation

Nicht börsennotierte Vermögenswerte sind nicht dazu gedacht, die anderen Bestandteile eines Vermögens zu ersetzen.

Sie ergänzen ein diversifiziertes Portfolio neben Immobilien, börsennotierten Aktien, Anleihen oder liquiden Mitteln. Diese Komplementarität ermöglicht es, das Vermögen verschiedenen Wertsteigerungsfaktoren auszusetzen und gleichzeitig ein Gleichgewicht zwischen Renditepotenzial, Liquidität und Risikoniveau zu wahren.

Aus diesem Grund legen institutionelle Anleger ihr Engagement im Bereich Private Equity in der Regel im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung ihrer Vermögensallokation fest und nicht als isolierte Anlage.

Das Wichtigste auf einen Blick

Große Vermögensfamilien und institutionelle Anleger investieren nicht nur in Private Equity, um eine potenziell attraktive Rendite zu erzielen. Sie nutzen es vor allem als Instrument zur Diversifizierung, zum Zugang zu nicht börsennotierten Unternehmen und zur langfristigen Wertschöpfung im Rahmen einer ausgewogenen Vermögensallokation.

Das Wichtigste auf einen Blick

Nicht börsennotierte Vermögenswerte, insbesondere Private Equity, können in einer Strategie zur Vermögensweitergabe ihren Platz finden, wenn sie in eine Gesamtallokation integriert werden, die mit den Zielen der Familie im Einklang steht.

Ihr langfristiger Anlagehorizont, ihr Engagement in nicht börsennotierten Unternehmen und ihre Wertsteigerungsfaktoren machen sie zu einer Anlageklasse, die traditionelle Anlagen ergänzt. Sie stellen jedoch kein eigenständiges Instrument zur Vermögensweitergabe dar und müssen unter Berücksichtigung ihrer Besonderheiten betrachtet werden, insbesondere ihrer Illiquidität, des Kapitalverlustrisikos und der Bedeutung der Auswahl der Fondsmanager.

Wie die Vorgehensweisen institutioneller Anleger und vermögender Familien zeigen, geht es bei der Vermögensweitergabe nicht nur um den Erhalt des Kapitals. Ziel ist es auch, eine Vermögensaufteilung zu schaffen, die mehrere Generationen begleitet und dabei Diversifizierung, Wertschöpfung und eine langfristige Perspektive in Einklang bringt.

Zusammenfassend

Private Equity kann zu einer Strategie der Vermögensweitergabe beitragen – nicht, weil es eine besondere Behandlung im Erbfall bietet, sondern weil seine Merkmale mit einer langfristigen Vermögensplanung im Einklang stehen. Bei umsichtiger Einbindung in ein diversifiziertes Portfolio kann es zum Aufbau und zur Weitergabe eines nachhaltigen Familienvermögens beitragen.

Wie können nicht börsennotierte Vermögenswerte übertragen werden?

Die Übertragung eines Vermögens, das nicht börsennotierte Vermögenswerte umfasst, dient denselben Zielen wie bei anderen Anlageklassen: die Zukunft vorzubereiten, die Aufteilung des Vermögens zu regeln und die Folgen einer Erbschaft oder Schenkung vorwegzunehmen.

Die Modalitäten der Übertragung können jedoch je nach Art der gehaltenen Vermögenswerte, der Art ihres Halts und dem rechtlichen Rahmen, in den sie eingebettet sind, variieren. Aus diesem Grund erfordert eine Übertragungsstrategie, die nicht börsennotierte Vermögenswerte umfasst, in der Regel eine maßgeschneiderte Begleitung.

Können Anteile an Private-Equity-Fonds übertragen werden?

Wie andere Vermögenswerte können auch Anteile an Private-Equity-Fonds je nach ihrer Art und den für sie geltenden Bestimmungen im Rahmen einer Schenkung oder einer Erbschaft übertragen werden.

Die praktischen Modalitäten hängen insbesondere von den rechtlichen Bestimmungen des Fonds, den darin gegebenenfalls vorgesehenen Beschränkungen sowie den geltenden zivil- und steuerrechtlichen Vorschriften ab. Sie können zudem variieren, je nachdem, ob die Beteiligung direkt oder über eine Vermögensstruktur gehalten wird.

Da jede Situation anders ist, ist es unerlässlich, diese Aspekte zu analysieren, bevor man eine Strategie zur Vermögensübergabe einleitet.

Eine Familie, die bei Sonnenuntergang am Strand spazieren geht, als Symbol für die Weitergabe des kulturellen Erbes von Generation zu Generation

Die Unternehmensübergabe langfristig planen

Die Vorbereitung der Vermögensübergabe beschränkt sich nicht nur auf die Organisation der Vermögensübertragung.

Dabei geht es auch darum, die künftigen Bedürfnisse der Begünstigten zu antizipieren, die Kohärenz der Vermögensaufteilung sicherzustellen und ein Gleichgewicht zwischen liquiden und langfristigen Vermögenswerten zu wahren.

Vor diesem Hintergrund kann Private Equity eine Rolle spielen, wenn es früh genug in den Prozess eingebunden wird. Sein Anlagehorizont, der in der Regel zwischen acht und zwölf Jahren liegt, setzt voraus, dass die Vermögens- und Familienziele für einen Zeitraum festgelegt werden, der mit diesem Zeitrahmen vereinbar ist.

Eine rechtliche und steuerliche Beratung ist nach wie vor unverzichtbar

Die Vermögensübertragung ist ein komplexes Thema, das verschiedene Fachgebiete umfasst, darunter das Zivilrecht, das Steuerrecht und die Vermögensverwaltung.

Die Modalitäten bei Schenkungen, Erbschaften und der Aufteilung von Eigentum sowie die für die verschiedenen Anlageformen geltenden Regeln hängen von der persönlichen Situation jeder Familie ab.

Aus diesem Grund sollten alle Überlegungen zur Übertragung von nicht börsennotierten Vermögenswerten, einschließlich Private-Equity-Beteiligungen, unter Einbeziehung qualifizierter Fachleute erfolgen, die in der Lage sind, die für jede Situation spezifischen rechtlichen, steuerlichen und vermögensrechtlichen Aspekte zu beurteilen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Nicht börsennotierte Vermögenswerte können Teil einer Vermögensübertragungsstrategie sein, doch ihre Übertragungsmodalitäten hängen von zahlreichen rechtlichen, steuerlichen und vertraglichen Faktoren ab. Durch frühzeitige Vorbereitung und fachkundige Beratung lassen sich diese Vermögenswerte in eine ganzheitliche Vermögensplanung einbinden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Private Equity kann im Rahmen einer Vermögensübertragungsstrategie eine Rolle spielen, wenn es in eine diversifizierte Anlageallokation integriert wird.
  • Sein Anlagehorizont von acht bis zwölf Jahren steht im Einklang mit einer langfristigen Vermögensplanung.
  • Nicht börsennotierte Vermögenswerte ermöglichen den Zugang zu Unternehmen, die nicht an den Finanzmärkten vertreten sind.
  • Institutionelle Anleger und Family Offices nutzen Private Equity, um ihre Wertschöpfungsquellen zu diversifizieren.
  • Das Kapitalverlustrisiko, die Illiquidität und die Auswahl der Fondsmanager sind nach wie vor wesentliche Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt.
  • Jede Nachlassstrategie muss auf die Vermögens- und Familiensituation sowie auf die langfristigen Ziele des Anlegers abgestimmt sein.

Häufig gestellte Fragen zu nicht börsennotierten Vermögenswerten und zur Vermögensübertragung

Können nicht börsennotierte Vermögenswerte an die Erben übertragen werden?

Ja. Wie andere Vermögenswerte können auch nicht börsennotierte Vermögenswerte im Rahmen einer Schenkung oder einer Erbschaft übertragen werden. Die Modalitäten hängen jedoch von der Art der Vermögenswerte, dem verwendeten Anlageinstrument sowie den geltenden rechtlichen und steuerlichen Bestimmungen ab. In der Regel ist vor jedem Schritt eine individuelle Analyse erforderlich.

Eignet sich Private Equity für eine Strategie zur Vermögensweitergabe?

Private Equity kann in eine langfristige Vermögensstrategie integriert werden, wenn sein Anlagehorizont, sein Risikoniveau und seine Illiquidität mit den Zielen der Familie vereinbar sind. Es stellt an sich kein Instrument zur Vermögensübergabe dar, kann jedoch eine ergänzende Komponente einer diversifizierten Vermögensallokation sein.

Warum investieren Family Offices in nicht börsennotierte Vermögenswerte?

Family Offices streben in der Regel eine Diversifizierung der Wertschöpfungsquellen, Zugang zu nicht börsennotierten Unternehmen und eine langfristige Anlageperspektive an. Private Equity erfüllt diese Ziele, indem es Investitionen in die Realwirtschaft ermöglicht und gleichzeitig traditionelle Anlageformen wie Immobilien oder börsennotierte Aktien ergänzt.

Was sind die größten Risiken von Private Equity im Rahmen einer Vermögensstrategie?

Private-Equity-Anlagen bergen insbesondere das Risiko eines Kapitalverlusts, das Illiquiditätsrisiko sowie erhebliche Leistungsunterschiede zwischen den Verwaltungsgesellschaften. Es wird daher generell empfohlen, sie in eine diversifizierte Anlageallokation zu integrieren, die auf die Vermögensziele des Anlegers abgestimmt ist.

Warum ist der Anlagehorizont so wichtig?

Private-Equity-Investitionen werden in der Regel über einen Zeitraum von acht bis zwölf Jahren getätigt. Dieser Zeithorizont ermöglicht es den Verwaltungsgesellschaften, die Entwicklung der finanzierten Unternehmen bis zu deren Veräußerung zu begleiten. Eine ebenfalls langfristig ausgerichtete Strategie zur Vermögensweitergabe kann mit diesem Zeithorizont vereinbar sein, sofern der Liquiditätsbedarf richtig antizipiert wird.

Ist die Auswahl der Fondsmanager bei einer Vermögensstrategie wichtig?

Ja. Die Wertentwicklung von Private-Equity-Fonds hängt weitgehend von der Qualität der Verwaltungsgesellschaften ab. Institutionelle Anleger widmen einen wesentlichen Teil ihres Anlageprozesses der Auswahl der Fondsmanager, wobei sie insbesondere deren Erfahrung, ihre Anlagedisziplin, ihre Branchenspezialisierung und ihre Fähigkeit, Unternehmen langfristig zu begleiten, analysieren.

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