Lieferkette: Afresh führt „Fresh Buying“ ein und automatisiert die Beschaffung von Frischwaren für die Wakefern Food Corp.
Diese Innovation wurde entwickelt, um die Arbeit der Einkaufsverantwortlichen in Lebensmittelgeschäften zu modernisieren, und verspricht, die Art und Weise zu verändern, wie diese ihre Frischeabteilungen verwalten. Für die Einführung dieser Lösung hat sich der Softwarehersteller Afresh mit Wakefern Food Corp zusammengetan, einem bedeutenden Akteur im US-Lebensmittelhandel (Eigentümer der Ketten ShopRite, The Fresh Grocer und Price Rite). Das kalifornische Unternehmen bietet eine konkrete Lösung für eine zentrale Herausforderung: die Gewährleistung von Qualität, Frische und Verfügbarkeit der Produkte bei gleichzeitiger Reduzierung von Lebensmittelabfällen.
Dank dieser Technologie verfügen die Geschäfte nun über einen umfassenden Echtzeit-Überblick über die Lieferkette. Künstliche Intelligenz hilft ihnen dabei, die Nachfrage zu prognostizieren, die richtigen Lieferanten auszuwählen, Bestellungen anzupassen und sofort auf unvorhergesehene Ereignisse zu reagieren – sei es eine Lieferverzögerung, unbeständiges Wetter oder eine geringere Ernte als erwartet.
Sofort quantifizierbare finanzielle und ökologische Vorteile
Der Einsatz künstlicher Intelligenz im Bereich der verderblichen Waren führt zu erheblichen Rentabilitätssteigerungen. Im Gegensatz zu Trocken- oder Tiefkühlwaren verzeichnet das Frischesegment im Großhandel seit jeher eine besonders hohe Schwundquote (Warenverlust). Die Implementierung der Software-Suite von Afresh ermöglicht den Übergang zu einem prädiktiven Modell mit klaren Leistungskennzahlen:
- Reduzierung der Lebensmittelverschwendung um 25 %: Durch die mathematische Anpassung der Bestellmengen an die tatsächlichen Absatzprognosen vermeiden die Verkaufsstellen eine Überbestückung mit schnell drehenden Lebensmitteln und verhindern so, dass Tonnen von Obst und Gemüse in den Lagern verrotten.
- Verbesserung der operativen Margen um 2 bis 3 Prozentpunkte: Der Rückgang der direkten Wertminderungsquote in Verbindung mit einer Reduzierung der Regalausfälle um fast 50 % führt zu einem sofortigen Umsatzanstieg und einem messbaren Return on Investment (ROI) innerhalb von weniger als sechs Monaten pro Verkaufsstelle.
- Längere Frische im Regal: Dank Just-in-Time-Lieferungen und einer optimierten Logistik gewinnen die Frischprodukte im Durchschnitt zwei Tage an Haltbarkeit in der Verkaufsstelle, was sich direkt positiv auf die Qualitätswahrnehmung des Endkunden auswirkt.
Was die Teams von ShopRite betrifft, so zeigen die ersten Rückmeldungen aus der Praxis, dass sich der Arbeitsalltag der Abteilungsleiter grundlegend verändert hat. Die Einkaufsleiter heben die erhebliche Zeitersparnis bei der Vorbereitung der täglichen Bestellungen hervor, da der Algorithmus mühsame manuelle Inventuraufgaben überflüssig macht und gleichzeitig die Mengenangaben trotz wetterbedingter oder aktionsbedingter Schwankungen zuverlässiger macht.

Fresh Buying: Der prädiktive Baustein, der die Konkurrenz in den Schatten stellt
Mit „Fresh Buying“ ergänzt Afresh einen Baustein, der bisher noch fehlte. Bislang halfen die Tools des Unternehmens den Geschäften dabei, den Absatz auf der Grundlage der Nachfrage der vergangenen Tage zu prognostizieren und die Bestände an Frischwaren zu optimieren. Fresh Buying geht noch einen Schritt weiter und unterstützt die für den Einkauf zuständigen Teams direkt beim Aufgeben der Bestellungen, wobei Preis, bei den einzelnen Lieferanten verfügbare Mengen, Lieferzeiten und die tatsächliche Haltbarkeit der Produkte berücksichtigt werden.
Wo ein Einkaufsleiter früher mehrere Systeme vergleichen oder verschiedene Großhändler anrufen musste, schlägt das Tool von Afresh automatisch die bestmögliche Bestellung vor. Die Geschäfte kaufen nun Mengen ein, die tatsächlich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten sind, erhalten die Produkte zum optimalen Zeitpunkt und in der richtigen Menge, wodurch sowohl Lieferengpässe als auch Verschwendung vermieden werden.
Durch diese äußerst spezifische Ausrichtung hebt sich Afresh von herkömmlichen Bestandsverwaltungssystemen (allgemeine ERP-Systeme oder klassische Supply-Chain-Management-Module wie SAP oder Oracle) ab. Diese etablierten Softwareprogramme wurden für standardisierte Industrieprodukte mit langer Haltbarkeit entwickelt und haben Schwierigkeiten, die hochvolatilen Variablen lebender Produkte zu berücksichtigen (biologische Verderblichkeitszyklen, extrem kurze Saisonabhängigkeit, tägliche Preisschwankungen bei Großhändlern). Durch die ausschließliche Konzentration auf die algorithmische Komplexität von Frischwaren schafft Afresh eine hohe technologische Eintrittsbarriere, die es dem Unternehmen ermöglicht, wiederkehrende Verträge mit den weltweit größten Einzelhändlern abzuschließen.
Der Verbraucher wiederum wird sich über frischeres Obst und Gemüse freuen, das häufiger erhältlich ist und das ganze Jahr über eine bessere Qualität aufweist. Diese Einkaufslösung ergänzt das Angebot von Afresh und der Fresh Store Suite, mit denen mehr als 10.000 Frischeabteilungen in den USA verwaltet werden können.

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