Kreislaufwirtschaft: Back Market schließt sich mit dem Trail-Champion Baptiste Chassagne zusammen, um gegen die „Fast Tech“ anzutreten
Back Market wurde 2014 gegründet und hat sich als führender europäischer Marktplatz für generalüberholte Elektronikprodukte etabliert, mit einer starken Präsenz in 17 Ländern. Die kürzlich geschlossene Partnerschaft mit Baptiste Chassagne – französischer Meister im Langstrecken-Trail im Jahr 2023 und aufstrebender Star der internationalen Ultra-Trail-Szene – untermauert konkret das Engagement des Unternehmens für einen deutlich verantwortungsbewussteren Konsum.
Für Charlotte Souleau, Geschäftsführerin von Back Market in Frankreich, liegt die Bedeutung dieser Partnerschaft auf der Hand:
„Bei dieser Partnerschaft geht es nicht nur um Sichtbarkeit. Es geht um Kohärenz. Es ist ein gemeinsames menschliches Abenteuer, ein gemeinsamer Kampf, um zu zeigen, dass Leistung und Umweltschutz untrennbar miteinander verbunden sind.“
Auf der anderen Seite macht Baptiste Chassagne keinen Hehl aus seiner Begeisterung:
„Back Market ist nicht nur eine engagierte Marke. Es ist eine Marke, die anders denkt. Es ist eine Marke, die handelt. Die nichts vortäuscht. Als sie mir also vorschlugen, zusammenzuarbeiten, wusste ich, dass das der richtige Weg war.“
Die Auswüchse der „Fast Tech“ und die Falle der Obsoleszenz
Diese Partnerschaft entspringt dem tiefen Bestreben, die breite Öffentlichkeit für die Herausforderungen des „Fast Tech“ zu sensibilisieren. Dieser Begriff, der sich direkt vom Konzept der „Fast Fashion“ in der Textilbranche ableitet, bezeichnet unsere moderne Tendenz zum übermäßigen Konsum von Technologien: den Kauf billiger Elektronikgeräte, den Wechsel des Smartphones alle zwei Jahre, um mit dem Trend Schritt zu halten, oder die Anhäufung von vernetzten Geräten mit kurzer Lebensdauer.
Die Statistiken zu Produktveralterung und Elektronikschrott sind alarmierend:
- Jedes Jahr fallen weltweit mehr als 53 Millionen Tonnen Elektronikschrott an, von denen nur ein winziger Teil ordnungsgemäß recycelt wird.
- In Europa beträgt die durchschnittliche Lebensdauer eines Smartphones kaum mehr als zwei Jahre, was meist auf fest eingebaute, nicht austauschbare Akkus oder Software-Updates zurückzuführen ist, die ältere Modelle absichtlich verlangsamen.
Mit seinem Einstieg in die Welt des Trailrunnings und der Outdoor-Sportarten richtet sich Back Market an eine Community von Enthusiasten, denen der Schutz der Natur besonders am Herzen liegt und die auf nachhaltige Leistungen setzen.
Der Öko-Vergleich: Neues Gerät vs. generalüberholtes Produkt
Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, stützt sich Back Market auf ein Netzwerk von mehr als 1.800 professionellen Partnerunternehmen, die Geräte generalüberholen. Die Entscheidung für ein generalüberholtes Gerät anstelle eines fabrikneuen Produkts verändert die Ökobilanz grundlegend:
- Der CO₂-Fußabdruck: Bei der Herstellung eines neuen Smartphones entstehen etwa 80 kg CO₂ (davon 80 % bei der Gewinnung der Komponenten im Werk). Mit einem generalüberholten Modell lässt sich dieser Fußabdruck um 90 % reduzieren .
- Trinkwasser: Für die Herstellung eines einzigen neuen Mobiltelefons werden mehr als 12.000 Liter Wasser benötigt. Durch die Wiederaufbereitung lässt sich diese wertvolle Ressource fast vollständig einsparen.
- Rohstoffe: Durch den Kauf von Gebrauchtgeräten wird die umweltschädliche Gewinnung von fast 200 kg Rohstoffen (Seltene Erden, Gold, Kobalt) vermieden, die für die Herstellung neuer Schaltkreise benötigt werden.
Seit seiner Gründung gibt das junge französische Unternehmen an, durch den Weiterverkauf von fast 30 Millionen Geräten den Ausstoß von 1,3 Millionen Tonnen CO₂ vermieden zu haben. Das Unternehmen schätzt, dass es für jede Tonne CO₂, die durch seine eigenen Büros und Transportwege ausgestoßen wird, weltweit mehr als 10 Tonnen CO₂ einspart.
Eine Gemeinschaft von Sportlern, die sich für den Planeten einsetzen
Baptiste Chassagne ist nicht der einzige Sportler, der sich der Bewegung anschließt. Back Market knüpft immer mehr Verbindungen zum Spitzensport, insbesondere zu Outdoor-Disziplinen (Klettern, Surfen, Mountainbiken), bei denen die Athleten tagtäglich die Auswirkungen des Klimawandels auf ihrem Terrain erleben.
Diese Partnerschaften gehen über ein einfaches Logo auf einem Trikot hinaus: Die Athleten verpflichten sich, bei der Vorbereitung auf ihre Wettkämpfe ausschließlich generalüberholte Geräte (Sport-Smartwatches, Smartphones, Trainingscomputer) zu verwenden und beweisen damit, dass Second-Hand-Geräte den Anforderungen des Spitzensports gerecht werden.
Ein spektakuläres finanzielles Wachstum für das französische Einhorn
Die Tragfähigkeit dieses Geschäftsmodells spiegelt sich in sehr soliden Finanzergebnissen wider. Im Jahr 2023 erzielte das französische Einhorn einen Umsatz von 320 Millionen Euro, was einem spektakulären Anstieg von 45 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Der Gesamtumsatz auf der Plattform belief sich auf 2,2 Milliarden Euro (+32 %). Um diesem Erfolg gerecht zu werden, beschäftigt das Unternehmen mittlerweile mehr als 700 Mitarbeiter an strategischen Standorten weltweit in Paris, Bordeaux, New York, Berlin und Tokio.
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