Gebühren bei Private Equity
Zusammenfassung
Schriftliche Transkription
Eliott Vincent: Und diese immer noch attraktiven Leistungen, das ist ein Thema, das uns oft begegnet, das gehört natürlich zu den Dingen, die wir uns anschauen. Das ist ganz normal. Diese absoluten und relativen Renditen können trotz des Themas der Gebühren, die in der Anlageklasse Private Equity als hoch gelten, repliziert werden.
Dimitri Bernard: Ja, es stimmt, dass die Gebühren im Private-Equity-Bereich hoch sind, aber sie spiegeln die Betriebskosten der Private-Equity-Branche wider. Die besten Fonds setzen bei jeder Transaktion umfangreiche Ressourcen ein, um Unternehmen zu erwerben und umzugestalten. Dabei greifen sie auf eine Reihe von Experten zurück, sei es in den Bereichen Strategie, Margenoptimierung, Steuerrecht, Rechtsberatung und zunehmend auch in allen ESG-Aspekten. All diese Aufgaben, die sie bewältigen müssen, sind sehr kostspielig. Ich möchte jedoch daran erinnern, dass im Gegensatz zu börsennotierten Unternehmen die Informationen im Private-Equity-Bereich – also bei allem, was nicht börsennotiert ist – nicht öffentlich sind und auf jeden Fall weniger standardisiert sind. Die Aufbereitung und Auswertung dieser Informationen ist wirklich sehr aufwendig; das ist die gesamte Due Diligence.
Eliott Vincent: Es gibt einen sehr wettbewerbsfähigen Vorteil für einen Fonds, der ein Ziel, das er vor allen anderen erwerben möchte, genau kennt.
Dimitri Bernard: Ja, und ich möchte daran erinnern, dass es bei Investitionen in andere Anlageklassen, wie z. B. Immobilien, Kosten gibt, die manchmal besser bekannt sind, die aber für das Leben Ihrer Investition unerlässlich sind. Bei Immobilien hast du also deine Notarkosten, deine Bauarbeiten, aber das hindert die Anlageklasse nicht daran, Wertsteigerungen zu erzielen. Letztendlich muss man also Private Equity wie jede andere Anlageklasse nicht im Lichte der Kosten, sondern im Lichte der Performance nach Abzug der Kosten betrachten. Und das ist das, was wir gerade erwähnt haben: eine Performance, die im Vergleich zum Aktienmarkt fast doppelt so hoch ist.
Eliott Vincent: Wie erklärst du dir angesichts all dessen, was du gerade erwähnt hast, dass Privatanleger heute so wenig in dieser Anlageklasse engagiert sind, obwohl sie dort letztlich nach hohen Renditen suchen können, um ein großes Finanzvermögen aufzubauen, indem sie diese Tasche als Portfoliofonds nutzen?






